Kombinierter und multimodaler Verkehr

Vorteile und Nachteile des kombinierten Verkehrs am Beispiel Straße/Bahn

Betriebswirtschafliche Vorteile:

  • Erleichterung bei der KFZ-Steuer, Unternehmen die den kombinierten Verkehr nutzen und das anzeigen bietet der Staat Steuererleichterungen in der KFZ-Steuer
  • Vermeidung von Straßennutzungsgebühren (Maut)
  • Personaleinsparungen: eventuelle 2. Fahrer kann gespart werden. Entweder fährt der Fahrer im Zug mit, was als Ruhezeit anerkannt wird (begleiteter Verkehr) oder es wird nur für den Vor- und Nachlauf Fahrpersonal eingesetzt (unbegleiteter Verkehr). In beiden Fällen resultiert eine einfachere Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten.
  • Länger Nutzung des Fuhrparks und eventuelle Reduzierung des Fuhrparks. Daraus folgt eine bessere Nutzung der Investitionen und eine verringerte Kapitalbindung
  • Bei Vor- und Nachlauf zu Umschlagsbahnhöfen erhöht sich das zulässige Gesamtgeweicht pro LKW von 40t auf 44t
  • Verkürzung der Wartezeiten an Grenzen
  • Für Vor- und Nachlauf zu Umschlagsbahnhöfen entfallen die Straßenfahrverbote

Volkswirtschafliche Vorteile:

  • Reduzierung der Schadstoffemission
  • Energieeinsparungen
  • Entlastung des Straßenverkehrs
  • Landschaftsschutz, da bestehendes Verkehrsnetz länger ausreicht

Nachteile:

  • Genau festgelegt Abfahrtszeiten – man wird unflexibel seinen Kunden gegenüber
  • Voranmeldung bei der Kombiverkehr KG nötig
  • Verspätete Stornierungen sind kostenpflichtig
  • Umschlag nur an bestimmten Terminals
  • Kapazitätsengpässe an Umschlagsbahnhöfen
  • Nichteinhaltung des Fahrplans seitens der Bahn hat schwerwiegende Folgen

Voraussetzungen und Unterteilung für und von kombiniertem Verkehr

Kombinierter Verkehr liegt vor, wenn verschiedenartige Beförderungsmittel verwendet werden und die Güter im Transportgefäß (Container/Wechselbrücke) bleiben. Falls die Güter selbst umgeladen werden spricht man von gebrochenem Verkehr, hier bestehen für jeden Teiltransport eigene Frachtverträge. Den kombinierten Verkehr unterteilt man in multimodalen und unimodalen Verkehr. Sind nicht alle drei Vorraussetzungen für den multimodalen Verkehr erfüllt spricht man automatisch von unimodalem Verkehr.

Multimodaler Verkehr

Voraussetzungen:

  1. mindestens 2 unterschiedliche Beförderungsmittel
  2. unterschiedliche Vertragsgrundlagen
  3. durchgehender, einheitlicher Beförderungsvertrag für die Gesamtstrecke

Der MTO:
Der Multimodal Transport Operator ist der Organisator des multimodalen Transportes und erstellt einen FBL (FIATA Multimodal transport Bill of Lading) für die geasmte Strecke.
Haftung:
Bei bekanntem Schadensort haftet der MTO nach dem Recht der Teilstrecke. Ist der Schadensort unbekannt haftet der MTO nach der Grundhaftung im HGB.

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